| Was ist Solidarwirtschaft?
Was bedeutet solidarisches Wirtschaften? Ein Überblick."Solidarwirtschaft" ist ein Sammelbegriff für Wirtschaftsformen, die versuchen, erkannte Fehler des 'herkömmlichen' Wirtschaftssystems zu vermeiden. Vor allem der Prozess wirtschaftlicher Abhängig und gegenseitiger Ausbeutung soll (hierbei/ im Rahmen dieser alternativen Form...) verhindert werden.
Im Zentrum solidarwirtschaftlicher Betrachtung stehen soziale Probleme der Gesellschaft. Das Sachziel besteht in der Produktion individueller und gemeinschaftlicher Wohlfahrt. Vor allem die soziale Nachhaltigkeit der Wirtschaft steht hierbei im Vordergrund (z.B. die Erhaltung unseres Lebensraumes - oberste Prämisse).
Bei solidarischem Wirtschaften wie wir es verstehen gibt es nicht prinzipiell eine Hierarchie zwischen Menschen sondern höchstens eine der Ziele, also Projekte. Natürlich bilden sich Hierarchien schnell, als erstes meistens die Wissenshierarchie und eng damit in Zusammenhang die Hierarchie des Fittesten, also desjenigen der am Meisten Potential hat, etwas zu tun. Hier gilt es also nicht nur eine Struktur sondern auch eine Kultur zu entwickeln, die eine gleichberechtigte, also Kreativität zulassende Arbeitsweise ermöglicht.
Solidarwirtschaft ist gleichberechtigte Unternehmenskultur. In der Praxis kann dies viel bedeuten. Natürlich können basisdemokratische Unternehmen auf der einen Seite durch Streitigkeiten in der Belegschaft lahmgelegt werden. Und natürlich können auch faire Umsatzbeteiligungen dennoch Entscheidungshierarchien zulassen, die entweder demokratisch gewählt oder aufgrund vorliegender Kompetenzen (einfach) akzeptiert werden.
Auch der Aspekt des fairer Handels nach innen und außen spielt im Rahmen der Solidar- oder auch Sozialwirtschaft eine nicht unwichtige Rolle.
Und Open Source ebenso, zumindest innerhalb des Unternehmens, denn nur wenn Mitarbeiter Zugriff auf das Wissen haben, das sie erarbeiten, sind sie frei von der Zwanghaftigkeit in einer gegebenen Struktur zu verweilen. Auch Kapitalsträme werden in der Solidarökonomie neu aufgebohrt. Beteiligungen aller an allem können beispielsweise eine Lösung sein, ebenso wie private Investitionen der Mitarbeiter als Unternehmensmotor oder Zeit- und Tauschkonten. Und wie eingangs schon erwähnt ist mit Solidarökonomie oft auch schon Sozialökonomie gemeint. Eine solidarische Unternehmung kann also durchaus in einem gemeinnützigen Projekt münden, dessen Nutzen für die Allgemeinheit eben auch die Finanzierung des Lebens seiner Hauptakteure beinhaltet.
